Die Kaffeeverarbeitung


Kaffeeverarbeitung: so wird die Frucht zum Kaffee

Trockene Kaffeeverarbeitung

Bei der Kaffeeverarbeitung muss man differenzieren: es gibt die trockene Aufbereitung und die nasse Aufbereitung. Beide Kaffeeverarbeitungswege haben andere Voraussetzungen. Beispielsweise braucht die trockene Aufbereitung viel Platz und Sonne und bloß keinen Regen. Die nasse Aufbereitung braucht eine Menge an Wasser und ist aufwendiger, jedoch hat man im Nachhinein eine höhere Qualität.

Zuerst wird die trockene Kaffeeverarbeitung thematisiert und anschließend die nasse Verarbeitung. Dies steht dann aber in einem extra Artikel, den du über das Menü unter Kaffee ABC findest. Die Kaffeeverarbeitung hat aber noch nichts mit dem Röstkaffee zu tun. Röstkaffee entsteht erst mit dem Schritt der Kaffeerösterei. Also, Kreuzworträtsel beiseite legen und aufpassen! Die Aufbereitung von Rohkaffee ist nämlich nicht leicht. Und wie dieser Rohkaffee dann Röstkaffee wird, erfährst du hier. Dadurch kannst du dein Kaffeewissen wiedermal aufbessern. 

Trockene Aufbereitung des Kaffees

Es gibt verschiedene Erntemethoden, eine heißt Strippingmethode. Wenn mit dieser Methode die Kaffeekirschen von der Kaffeeplantage geerntet werden, dann werden sie meistens trocken aufbereitet. Hierbei ist es egal, wie reif die Kaffeekirsche der Kaffeeplantage eigentlich ist. Wie man sich aber bereits denken kann, verschlechtern unreife Kirschen auf der Kaffeeplantage bei der Kaffeeverarbeitung die Qualität erheblich. Dadurch wird der Rohkaffee verschlechtert. Jedoch wird die Qualität Schritt für Schritt verbessert, sodass man letzten Endes einen doch sehr hochwertigen Rohkaffee vorfindet.

Um nun die reifen Kirschen von den Unreifen zu trennen, nutzt man die Eigenschaften einer reifen Kaffeekirsche aus. Diese ist nämlich etwas schwerer als Wasser, wohingegen unreife Kaffeekirschen leichter sind. Demzufolge werden die Kirschen einfach in einen großen Wasserbehälter getan. Alles, was die Qualität verschlechtern würde, schwimmt dann an der Oberfläche. Hier findet man Dreck, Holz, Blätter und eben auch die unreifen Kaffeekirschen.

Mit einem Rohr saugt man nun die reifen Kaffeekirschen zur weiteren Kaffeeverarbeitung ein. Dieser Vorgang ist aber nicht das Waschen des Kaffees! 

Kaffeekirschentrocknung

Hier ist es nicht viel anders, als bei Klamotten. Zur natürlichen Trocknung braucht man Sonne, bloß keinen Regen und eine Menge an Platz. Man muss die Kaffeebohnen schließlich auslegen und am besten nicht übereinander, ansonsten trocknen die Unteren schwerer.

Der Boden ist meistens fest, sodass die Kaffeekirschen nicht in der Erde untergehen oder verdrecken.

Sobald die Kaffeekirschen weiträumig ausgelegt wurden, lässt man diese nun von der Sonne trocknen. Logischerweise trocknen nicht alle Kaffeekirschen gleichschnell. Deshalb werden die Kaffeekirschen mehrmals am Tag gewendet und geharkt. Des Weiteren hilft dies, dass die Kaffeekirschen nicht gären.

Für jede Nacht oder falls es regnen sollte, werden die Kaffeekirschen zusammengekehrt und auf einen Riesenhaufen mit einer Plane bedeckt. Inzwischen gibt es immer häufiger offene Hallen mit Schiebedächern, wobei diese natürlich teurer sind.

Die Dauer der Trocknung bei der Kaffeeverarbeitung dauert je nach Wetterlage 2-3 Wochen.

Um zu prüfen, ob die Kaffeekirschen wirklich trocken genug sind, muss man sie schütteln. Beim Schütteln sollte man ein leichtes Rappeln hören. Dies sind die Kaffeebohnen, die an die getrocknete Hülse knallen.

Kaffeeverarbeitung – nun geht’s zum Entfleischen

Der nächste Schritt bei der Kaffeeverarbeitung ist vielen bereits bekannt. Hier wird alles überflüssige, was nichts mit der Kaffeebohne gemein hat, entfernt. Das ist dann die Schale, Fruchtfleisch, Schleimschicht und die Pergamenthaut. Dies wird aber meistens nicht per Hand gemacht, denn dafür gibt es heutzutage Maschinen, die genauer und schneller arbeiten. Diese Maschinen kosten wiederrum viel Geld, weshalb einige Kaffeebauer es tatsächlich per Hand machen.

Die Überreste werden dann zum Heizen oder für Trocknungsmaschinen benutzt.

Der letzte Schritt der Kaffeeverarbeitung

Im letzten Schritt werden die guten von den schlechten Bohnen getrennt. Bislang wurden nur die unreifen Bohnen entfernt, jedoch sind minderwertige Bohnen immer noch dabei.

Dies wird durch mehrere Verfahren geändert.

  1. Die runden Perlbohnen rollen über leicht geneigte, vibrierende Bleche im Gegensatz zu den flachen Bohnen.
  2. Verunreinigungen oder zu kleine Bohnen werden über ein Gebläse entfernt.
  3. Rüttelsiebe helfen bei der Trennung der Bohnen nach Größe.

Nun wurden die minderwertigen Kaffeebohnen bei der Kaffeeverarbeitung schon überwiegend entfernt. Nun kann man schadhafte Bohnen, die die vorherigen Schritte überstanden haben, an der Verfärbung der Silberhaut erkennen. Diese werden entweder per Hand oder von einer Maschine entfernt. Auch beim Trocknen setzt manchmal ein Garprozess ein. Dies wird unter UV-Licht erkannt und eine betroffene Bohne wird sofort entfernt.

Je sorgfältiger man hier vorgeht, desto höher ist die Qualität.

Das war es soweit zur Kaffeeverarbeitung, wir hoffen, wir konnten Dir helfen.

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