Ist Kaffee gesund?


Ist Kaffee wirklich gesund?

Kaffee ist und bleibt eines der beliebtesten Getränke der Deutschen überhaupt. Er gilt als Wachmacher, als Delikatesse für Feinschmecker und viele können sich ihren Morgen gar nicht mehr ohne ihn vorstellen - den Kaffee. Die Frage, die viele Kaffeeliebhaber sich jedoch stellen, ist jene, ob Kaffee gesund ist, oder eben nicht. Wir möchten in diesem Artikel versuchen, mit Mythen aufzuräumen und diese Frage zu beantworten. 

Kaffee und Gesundheit: Mythen

Wie bereits erwähnt, möchten wir uns der Frage, ob Kaffee gesund ist nähern, indem wir uns zunächst einige Mythen zum Thema Kaffee ansehen, um herauszufinden, ob Kaffee unserer Gesundheit schadet, bevor wir uns der Frage nähern, ob er ihr nicht sogar gut tut.

Kaffee führt zu Dehydrierung

Seit jeher ranken sich einige Mythen rund um den Kaffee und seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Wir möchten einigen von ihnen auf den Grund gehen.
Das Erste, was manch ein Kaffeekonsument sich fragt, ist, ob Kaffee dem Körper Wasser entzieht. Dies ist jedoch so nicht richtig. Antje Dahl, die für die Gesellschaft für Ernährung (DGE) arbeitet, sagt, dass diese Annahme aus falschem Interpretieren früherer Studien beruht. Inhaltlich sagte Dahl, dass Kaffee den Flüssigkeitshaushalt allein durch die mit dem Kaffee zugeführte Wassermenge beeinflusst. Dennoch muss man sagen, dass Koffein zwar kurzfristig harntreibend wirkt, der Körper sich langfristig jedoch an die erhöhte Koffeinzufuhr gewöhnt, weswegen Kaffee also durchaus zur Flüssigkeitsbilanz hinzugezählt werden kann.

Kaffee und Krebserkrankungen

Auch dieser Mythos wurde durch die Wissenschaft als falsch entlarvt. Forschungsergebnisse der American Association for Cancer Research belegen sogar das Gegenteil. Diese Ergebnisse legen dar, dass das tägliche Trinken von drei bis fünf Tassen Kaffe das Risiko an Hautkrebs, insbesondere an Basalzellentumoren, zu erkranken, senkt. Während der Kaffee das Risiko bei Männern um 13% senkt, senkt er jenes Risiko bei Frauen sogar um bis zu 20%. Gewisse Inhaltsstoffe des Kaffees regen, wie viele bereits wissen, ferner die Verdauung an, was wiederum Darmkrebs gegenüber vorbeugt.
Des Weiteren konnten Wissenschaftler und Mediziner in weiteren Studien beweisen, dass Bestandteile des Kaffees das Krebswachstum regulierende Enzyme blockieren und dass sowohl Koffein als auch Chlorogensäure sich zudem positiv auf den Leberstoffwechsel auswirken.
Man muss jedoch anmerken, dass die Krebsforschung über die bioaktive Wirkung von Kaffee noch in ihren Anfängen steckt und somit noch Unklarheiten über die genauen Wirkungszusammenhänge bestehen.

Höherer Blutdruck durch Kaffee?

Ein zu hoher Blutdruck ist heutzutage ein Leiden, das viele Deutsche betrifft. Ob Kaffee in dieser Hinsicht gesund ist oder nicht, ist nicht ganz einfach zu beantworten. Es ist durchaus so, dass Kaffee zu einem höheren Blutdruck führt - allerdings nur kurzfristig. Der Grund hierfür liegt in dem im Kaffee enthaltenen Koffein. Da diese Nebenwirkung jedoch nur kurzfristig ist, bereitet sie regelmäßigen Kaffeetrinkern keine Probleme und Vorsicht ist nur bei denjenigen geboten, die sowieso an einem erhöhten Blutdruck leiden. 

Magenbeschwerden durch Kaffee?

Ein weiteres Leiden, dessen Auftreten immer häufiger zu beobachten ist, sind Magen- und Darmbeschwerden. Es gibt einige Menschen, die nach dem Genuss von Kaffee über Sodbrennen oder Magen- und Darmbeschwerden klagen ohne dass diese Leute wissen, dass diese Beschwerde nicht direkt auf den Kaffee selbst zurückzuführen ist, sondern dass dafür die Art und Weise seiner Röstung verantwortlich ist. Röstet man Kaffee zu kurz und zu heiß, so können kaffeeeigene Säuren enthalten bleiben oder es bilden sich Röstreizstoffe, die zu Magenempfindlichkeit führen. Wenn Ihr Magen also eher empfindlich ist, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass Ihr Kaffee möglichst bei einer Temperatur von 200°C für circa 15-20 Minuten beim Trömmelröstverfahren geröstet wurde. 

Ist Kaffee gesund?

Kaffee und Schwangerschaft?

Schwangere und stillende Mütter sollten durchaus vorsichtig beim Konsum von Kaffee sein. Säuglinge und Föten reagieren sehr stark auf den Wirkstoff Koffein, da ihnen das Enzym zum Abbau des Koffeins fehlt. Dazu sagen muss man jedoch auch, dass dieser Wirkstoff ebenfalls in Tee oder Kakao enthalten ist. Man kann also sagen, dass von größeren Mengen Kaffee abzusehen ist, um das Risiko einer Fehlgeburt möglichst gering zu halten, während ein bis zwei Tassen Kaffee täglich auch in der Schwangerschaft kein Problem darstellen.

Ist Kaffee gesund - ein Zwischenfazit

Wie wir bisher sehen konnten, sind viele der Risiken, die das Kaffeetrinken angeblich mit sich bringt, lediglich Mythen, die einst aus Halbwissen und Unwissen resultierten. Obwohl die bioaktive Wirkung des Kaffees auf unsere Gesundheit noch nicht restlos geklärt ist, kann man schon heute sagen, dass er keinesfalls nur ungesund ist und um Ihnen das noch weiter zu verdeutlichen, möchten wir Ihnen nun von einem positiven Effekt des Kaffees auf unsere Gesundheit berichten. 

Kaffee und Diabetes


Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke fand bei einigen seiner Untersuchungen heraus, dass Menschen, die regelmäßig Kaffee konsumieren, seltener am Diabetes Typ 2 erkranken. Die Forscher vermuten, dass der in großen Mengen im Kaffee enthaltene Inhaltsstoff Chlorogensäure für das niedrigere Risiko verantwortlich ist. Cholorogensäure ist ein Polyphenol mit antioxidantiven Eigenschaften. Studien haben also gezeigt, dass genau diese Chlorogensäure sich positiv auf den Insulin- und Zuckerstoffwechsel auswirkt.
Dieses Ergebnis wird auch von Bostoner Forschern bestätigt, die herausfanden, dass Menschen, die täglich mehr als vier Tassen Kaffee trinken, zu 35% seltener an Zuckerkrankheiten leiden als jene, die weniger als zwei Tassen pro Tag trinken. Doch wie oben bereits erwähnt, befindet sich die Forschung auf diesem Gebiet noch im Anfangsstadium, weswegen dies nicht als universales Abwehrmittel gegen Zuckerkrankheiten verwendet werden kann und sollte.

Warum Kaffee gesund ist

Das im Kaffee enthaltene Koffein benötigt zwischen 30 und 45 Minuten, um in den Blutkreislauf zu gelangen. Wie lange sich das Koffein im Körper hält, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich, für gewöhnlich hat Kaffee jedoch eine Halbwertszeit von circa 4 Stunden. Bei einer schwangeren Frau verlangsamt sich der Abbau des Koffeins jedoch so drastisch, dass dieser bis zu 20 Stunden dauern kann.
Nimmt nur eine kleine Dosis Koffein zu sich, so wirkt diese sich positiv auf die Konzentrations- und Speicherfähigkeit des Gehirns aus und wirkt somit stimulierend. Dass das Koffein noch weitere positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat, zeigt sich darin, dass es sich auch in vielerlei Medikamenten findet, so beispielsweise in jenen, die bei Neuralgien, Migräne, Herzschwäche, Schmerzen oder sogar bei Asthma und Allergien eingesetzt werden. Ein chronisch erhöhter Blutdruck (Hypertonie) kann, wie oben bereits genannt, nicht auf den Kaffeekonsum zurückgeführt werden.

Der richtige Kaffee ist wirklich gesund!

Der richtige Kaffee macht es aus

Wie viel Koffein ein Kaffee enthält, hängt von vielen Faktoren ab, so beispielsweise vom Röstverfahren und der Kaffeebohne selbst. Robusta ist beispielsweise dafür bekannt, bis zu drei mal mehr Koffein als Arabica zu enthalten. Robusta enthält bis zu 4,5% Koffein, Arabica dahingegen nur maximal 1,7%. Ein weiterer Faktor, der die Antwort auf die Frage, welche Menge Kaffee nun die richtige ist, erschwert, ist, dass der der Koffeingehalt bei einem gewöhnlichen Filterkaffee deutlich höher als bei einem Espresso ist.
Auch die Röstung beeinflusst die den Koffeingehalt. Es gibt zum Beispiel einen Hersteller, der Espresso mit circa 50 mg anbietet, während ein anderer einen Espresso mit einem Koffeingehalt it 300 mg anbietet.
Als wäre das nicht genug, worauf man achten soll, spielt jedoch auch die Art der Zubereitung eine Rolle. Gefilterte Kaffee treibt, durch das Fehlen der Inhaltsstoffe Cafestol und Kahweol, die zum Anstieg des LDL-Cholesterins führen, den Cholesterinspiegel nicht in die Höhe, da jene im Filter zurück bleiben.

Fazit: Guter Kaffee ist gesund!

Wir kommen nach unserer umfassenden Recherche also zu dem Schluss, dass vier Tassen Kaffee pro Tag kein Problem darstellen, da diese sich positiv auf die Gesundheit und die Konzentrationsfähigkeit ausüben, solange sie beim Kauf auf gewisse Dinge, wie die Qualität der Bohnen und eine schonende Röstung achten. Dennoch ist es wichtig, Kaffee zu genießen und den Konsum nicht in einem zu hohen Maße zu betreiben. Ein Kaffee wird somit nie den Platz von Wasser einnehmen.
Kurz gesagt: Solange man den Kaffee in normalen Mengen zu sich nimmt, gibt es überhaupt keinen Grund zur Sorge!


Hinterlassen Sie einen Kommentar


Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen